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03. Januar 2020, 20:25 Uhr

IGLUNA – Habitat im All

Das vom Swiss Space Center koordinierte ESA_Lab@CH Projekt IGLUNA geht in die zweite Runde. IGLUNA - a space habitat: remote operations - hat im September 2019 begonnen und wird im Sommer 2020 in Luzern getestet. Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA).

IGLUNA / Peter Balicki

Bild vergrößernIGLUNA Feldkampagne 2019 in Zermatt
(Bild: IGLUNA / Peter Balicki)
In diesem Studienjahr entwickeln 15 internationale Studententeams ihre Technologien zum Thema Weltraum-Habitat mit dem Ziel, ihre Projekte im Juli diesen Jahres ferngesteuert vom VERKEHRSHAUS der Schweiz aus zu testen. Dieses interuniversitäre Projekt folgt auf die erste IGLUNA-Ausgabe, die im letzten Sommer in Zermatt erfolgreich abgeschlossen wurde.

IGLUNA versammelt auch weiterhin Studenten aus aller Welt, die an einem gemeinsamen interdisziplinären Projekt arbeiten. Nachdem IGLUNA 2019 im Juni letzten Jahres erfolgreich zu einer Feldkampagne auf dem Klein Matterhorn Gletscher in Zermatt geführt wurde, unterstützt die ESA diese Initiative erneut, um sie auf die nächste Stufe zu bringen.

IGLUNA/Eva Buchs

Bild vergrößernIGLUNA Kick-off Gespräch mit Astronaut Claude Nicollier
(Bild: IGLUNA/Eva Buchs)
Fünfzehn Teams aus zehn Ländern wurden für die Durchführung dieser Mission ausgewählt. Der Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf der Entwicklung von Technologien, die für das Leben in einer extremen Umgebung (wie auf anderen Himmelskörpern oder auf der Erde) erforderlich sind - mit der Herausforderung, die Module fernzusteuern. Während die Studentinnen und Studenten ihre Module auf einem Berg in der Nähe von Luzern installieren, werden sie ihre Experimente vom VERKEHRSHAUS aus betreiben und durchführen, mit begrenztem Zugang zum Testgelände, wie bei Weltraummissionen.

Die Studierenden kommen aus verschiedenen Disziplinen und werden sechs Forschungsthemen abdecken, um Habitate für extreme Umweltbedingungen zu entwickeln. Mehrere Teams konzentrieren sich auf lebenserhaltende Systeme wie Nahrungs- und Wasserproduktion, während andere Teams die Struktur des Habitats entwickeln. Weitere Teams befassen sich mit dem menschlichen Wohlbefinden, dem Kommunikationssystem und dem Energiemanagement. Schließlich werden die Studierenden ihre wissenschaftlichen Experimente vor Ort durchführen.

GLUNA/Peter Balicki

Bild vergrößernAngeregte Diskussionen beim Kick-off Event an der EPFL
(Bild: GLUNA/Peter Balicki)
Vom 11. bis zum 13. September trafen sich die Teams auf dem Campus der EPFL in Lausanne, um ihre Projekte zu starten und gemeinsam auf die Feldkampagne im Juli 2020 hinzuarbeiten. So wird ein Team beispielsweise Fasern für Textilien und Baukonstruktionen aus dem Boden herstellen, damit andere sie vor Ort als Baumaterial verwenden können. Mit diesem kollaborativen Aspekt, dem Nachhaltigkeitsziel, der technologischen Herausforderung und Fernsteuerung will IGLUNA die Studenten mit der Vielfalt und den Anforderungen von Weltraumprojekten und deren terrestrischen Anwendungen vertraut machen.



Ausgewählte Institutionen:
- Stiftung MELiSSA, Belgien
- Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne EPFL, Schweiz
- Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW, Schweiz
- Sapienza Universität Rom, Italien
- Technische Universität Warschau, Polen
- Massachusetts Institute of Technology MIT, USA
- Brandenburgische Technische Universität BTU, Deutschland
- RWTH Aachen, Deutschland
- Fachhochschule Windesheim, Niederlande
- Politecnico Milano, Italien
- Technische Universität Berlin TU, Deutschland
- Technische Universität Tallinn, Estland
- Aristoteles-Universität Thessaloniki, Griechenland
- Universität Bern, Schweiz
- Universität von Strathclyde, Vereinigtes Königreich

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Quelle: ESA
Autor: Raumfahrer.net Redaktion

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